Im Projekt KiLeif beschäftigen wir uns mit der Frage, wie eine gelungene und bedürfnisorientierte Medienbildung bei kleinen Kindern aussieht. Doch bevor wir die Kinder zu Wort kommen lassen können, galt es einer Klärung der konkreten Frage- und Zielstellungen des Projektmoduls der Kinderperspektive. Die Frage nach den Bedürfnissen von Drei- bis Sechsjährigen in Bezug auf digitale Medien ist komplex und bedarf einer klaren theoretischen Fundierung. In einem ersten intensiven Workshop unserer zweiteiligen Workshop-Reihe haben wir mit Kolleg*innen des JFF – Institut für Medienpädagogik in Forschung und Praxis zentrale Ziele des Projekts mit Blick auf das Modul zur „Kinderperspektive“ differenziert, um darauf aufbauend ein Erhebungsinstrument zu entwickeln.
Was uns umgetrieben hat:
- Wie lassen sich kindliche „Bedürfnisse“ im Kontext digitaler Medien definieren?
- Worauf soll der Fokus in den verschiedenen Erhebungsphasen liegen?
- Zu welchen Themen können welche Zielgruppen (Eltern, Kinder und/oder Fachkräfte) Auskunft geben?
Das haben wir mitgenommen:
Im Fokus der Gruppenerhebungen stehen die Bedürfnisse der Kinder. Zudem spielen entwicklungspsychologische Faktoren eine entscheidende Rolle, um zu verstehen, wie eine bedürfnisorientierte frühe Medienbildung aussehen kann.
Da Kinder ihre Bedürfnisse noch nicht benennen können, bedarf es einer Kombination verschiedener Methoden, um diese nachzuvollziehen (beispielsweise teilnehmende Beobachtung, eine gemeinsame Medienaktion etc.) Ob ein Kind ein Abenteuer nachspielt oder ein digitales Spielzeug nutzt – wir müssen neben Gesprächen auf Handlungen und Emotionen achten.
Ausblick:
Die Klärung der inhaltlichen Aspekte hat uns verdeutlicht: Wenn wir wirklich verstehen wollen, was Kinder bewegt, müssen wir über das gesprochene Wort hinausgehen. Mit dieser Erkenntnis ist die Basis für die nächsten Schritte gelegt. Nachdem wir das „Was“ geklärt haben, steht nun die nächste große Herausforderung an: das „Wie“. Dieser Frage widmen wir uns in einem zweiten Workshop.